HA012 Wo steht die Klimagerechtigkeitsbewegung?

In dieser Folge befasse ich mich mit der Frage, wo die Klimagerechtigkeitsbewegung gerade steht und was das im Kontext der parallel laufenden Corona-Krise bedeutet.

Für meine Einschätzung stütze ich mich auf das Konzept des Movement Action Plans (MAP) nach Bill Moyer. Der Lebenszyklus einer erfolgreichen Bewegung besteht demnach klassischerweise aus 8 Phasen,. Die Protestbewegung ist während ihrer Stadien mit unterschiedlichem Ausmaß von öffentlicher Wahrnehmung (Linie 1); Öffentlichem Widerstand (Linie 2) und öffentlicher Unterstützung (Linie 3) konfrontiert. Der typische Verlauf sieht ist in der Grafik gut zu erkennen:

Movement Action Plan nach Bill Moyer

Denkt man die aktuelle Situation der Klimagerechtigkeitsbewegung mit der aktuellen Koronakrise zusammen, öffnet sich der Blick für strategische Ausrichtungen des weiteren Vorgehens in der Krise. Für künftige Entscheidungen hilft auch eine Reflektion der vergangen Wochen und Monate, da uns COVID-19 womöglich noch eine ganze Weile begleiten wird.

Weiterführende Lektüre zu diese Folge:

Materialien:

HA008 Sozial distanziert, aber aktiv?!

Seit einigen Tagen ist das öffentliche Leben in weiten Teilen Europas zum erliegen gekommen. Aufgrund der aktuellen SARS-CoV-2 Pandemie gilt in vielen Ländern in und auch außerhalb Europas ‘Social Distancing’.

Für politischen Aktivismus, der von einer Protestkultur im öffentlichen Raum, öffentlichen Informationsveranstaltungen und dem physischen Treffen von Aktivist*innen lebt, stellt dies ein Problem dar.
Da die üblichen Wege aktuell nicht gangbar sind, müssen Alternativen her. So rufen die Fridays for Future seid über 2 Wochen zu Netzstreiks auf. Gleichzeitig werden diverse Gruppentreffen durch Video-Calls ersetzt.

Aktivismus verlagert sich also notgedrungener Maßen ins Internet. Doch was für Möglichkeiten für Aktivismus im Netz gibt es denn überhaupt? Was sind die Möglichkeiten und was die Grenzen? Macht Online-Aktivismus überhaupt Sinn?
Diesen und weiteren Aspekten spüre ich in der aktuellen HA-Folge nach. Ich greife dabei verschiedene Protestformen auf und stelle dar, warum Online-Aktivismus meiner Meinung nach eine wichtige Komponente im Kampf für eine solidarische Gesellschaft darstellt.

Die Folge beende ich mit einem persönlichen Statement und Reflektionen zur aktuellen Corona-Krise. Das ist ein Versuch meine Gedanken in Bezug auf die politische und aktivistische Bedeutung der aktuellen Situation zu ordnen. Dies stellt bestenfalls einen Zwischenstand meiner aktuellen Gedanken dar, da sich jeden Tag viel verändert und es mir in diesem Infostrudel schwer fällt, klare Einschätzungen aufzustellen. Sofern ihr hier Ergänzungen, Anregungen und Widersprüche habt, schickt mir diese gern an joschka@homo-activus.org. Über eine Diskussion würde ich mich sehr freuen!

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