HA018 Bewegungsaufbau am Beispiel der Tipping Points-Reihe

In HA18 habe ich mich mit Laura Grossmann getroffen. Laura ist seit einigen Jahren in verschiedenen sozialen Bewegungen aktiv und hat 2019 daran mitgewirkt die Veranstaltungsreihe Tipping Points ins Leben zu rufen. Die Idee hinter dem Projekt: Die stark verjüngte und angewachsenen Klimabewegung durch Austausch zu professionalisieren und zu verstetigen. Später kam auch das Kollektiv Humus hinzu, dass sich ebenfalls zum Ziel setzt, Bewegungen zu begleiten und zu unterstützen.
Wie das alles entstanden ist, warum das wichtig war, ist und bleibt klären wir in knapp 45 Minuten 🙂

Weiterführende Links

HA012 Wo steht die Klimagerechtigkeitsbewegung?

In dieser Folge befasse ich mich mit der Frage, wo die Klimagerechtigkeitsbewegung gerade steht und was das im Kontext der parallel laufenden Corona-Krise bedeutet.

Für meine Einschätzung stütze ich mich auf das Konzept des Movement Action Plans (MAP) nach Bill Moyer. Der Lebenszyklus einer erfolgreichen Bewegung besteht demnach klassischerweise aus 8 Phasen,. Die Protestbewegung ist während ihrer Stadien mit unterschiedlichem Ausmaß von öffentlicher Wahrnehmung (Linie 1); Öffentlichem Widerstand (Linie 2) und öffentlicher Unterstützung (Linie 3) konfrontiert. Der typische Verlauf sieht ist in der Grafik gut zu erkennen:

Movement Action Plan nach Bill Moyer

Denkt man die aktuelle Situation der Klimagerechtigkeitsbewegung mit der aktuellen Koronakrise zusammen, öffnet sich der Blick für strategische Ausrichtungen des weiteren Vorgehens in der Krise. Für künftige Entscheidungen hilft auch eine Reflektion der vergangen Wochen und Monate, da uns COVID-19 womöglich noch eine ganze Weile begleiten wird.

Weiterführende Lektüre zu diese Folge:

Materialien:

HA005 Macht und Identität in sozialen Bewegungen

Mit Natasha Adams spreche ich über Intersektionalität und deren Bedeutung für aktivistische Gruppen bzw. soziale Bewegungen.

Wir besprechen, vor welche Herausforderungen eine intersektionale Herangehensweise politischen Aktivismus stellt und welche Chancen gleichzeitig aus ihr erwachsen. Unser Ausgangspunkt ist das folgende Zitat von Kimberlé Williams Crenshaw:


The better we understand how idenity and power work together from one context to another the less likely our movements for change are to fracture.

Natasha Adams

Im Gespräch erklärt Natasha, weshalb unser Verständnis von aktivistischer Arbeit weiter gefasst werden sollte, als dies in vielen Fällen passiert.

Natasha ist Britin und arbeitet seit einigen Jahren als Trainerin für politische Gruppen. Das Interview entstand Ende 2019 während meines Besuchs des katalansichen Trainingscenters Ulex.

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