In dieser Folge befasse ich mich mit der Frage, wo die Klimagerechtigkeitsbewegung gerade steht und was das im Kontext der parallel laufenden Corona-Krise bedeutet.
Für meine Einschätzung stütze ich mich auf das Konzept des Movement Action Plans (MAP) nach Bill Moyer. Der Lebenszyklus einer erfolgreichen Bewegung besteht demnach klassischerweise aus 8 Phasen,. Die Protestbewegung ist während ihrer Stadien mit unterschiedlichem Ausmaß von öffentlicher Wahrnehmung (Linie 1); Öffentlichem Widerstand (Linie 2) und öffentlicher Unterstützung (Linie 3) konfrontiert. Der typische Verlauf sieht ist in der Grafik gut zu erkennen:

Denkt man die aktuelle Situation der Klimagerechtigkeitsbewegung mit der aktuellen Koronakrise zusammen, öffnet sich der Blick für strategische Ausrichtungen des weiteren Vorgehens in der Krise. Für künftige Entscheidungen hilft auch eine Reflektion der vergangen Wochen und Monate, da uns COVID-19 womöglich noch eine ganze Weile begleiten wird.
Weiterführende Lektüre zu diese Folge:
- Amber French: How is the Covid-19 Crisis Changing the Global Movement Landscape?
- Paul Engler: Coronavirus is a historic trigger event — and it needs a movement to respond
- Cam Fenton: The established order has never been weaker — movements need to get to work
- The Guardian: The global pandemic has spawned new forms of activism – and they’re flourishing
- Krautreporter: Das Ungleichvirus
Materialien: